Stress in der Gesellschaft

Körperlicher und psychischer Stress sind immer noch ein heikles Thema in unserer Gesellschaft. Wir versuchen es meistens jedem Recht zu machen außer uns selbst. Wenn man an sich denken will, wird man häufig als egoistisch eingestuft. Aber die meisten sehen den Stress, den man beruflich oder auch privat hat, meistens nicht. Jeder von uns hat einen gewissen Stresspegel, den man selbst regulieren kann, aber niemand kriegt mit, wenn dieser Stresspegel über einen hinaus wächst. Vielleicht liegt es daran, dass man es sich selbst nicht eingestehen will, oder auch, dass man Angst hat, dass es die Anderen nicht verstehen und man am Ende ausgeschlossen wird. 

Zuerst sollte man sich eins bewusst machen, jeder empfindet Stress anders und jeder reagiert anders darauf. Manche Leute fühlen sich durch zu viel Stress antriebslos, andere vielleicht gepusht, sodass sie viel mehr Energie an den Tag legen und wie aufgedreht wirken. Egal wie du dich fühlst, es ist ernst zu nehmen. Denn wenn du deine Signale nicht erkennst und sie ernst nimmst, kannst du selbst daran kaputt gehen. Auch solltest du die Signale anderer akzeptieren und sie nicht „runterspielen“. 

Somit kommen wir zum nächsten Punkt. Ein echtes permanentes Problem in unserer Gesellschaft ist, die Probleme anderer herunterzuspielen und sie nicht wirklich ernst zu nehmen oder sie mit unseren zu vergleichen. Aber jeder hat das Recht dazu „gestresst“ zu sein. Wir dürfen alle überfordert sein, wir dürfen alle unsere ganz eigene Messlatte bezüglich unseres Stresspegels haben. Es ist wichtig, dass wir anfangen anderen Verständnis zu vermitteln, denn wenn wir das nicht tun, geben wir der anderen Person nur einen Grund, mehr Stress zu empfinden. 

Ein weiteres wichtiges Problem ist, die eigene Angespanntheit, wenn wir uns selbst eingestehen müssen, überfordert zu sein. Denn dadurch, dass wir häufig das Gefühl vermittelt bekommen, man solle sich nicht so anstellen, trauen wir uns auch nicht uns unsere Überforderung einzugestehen, den Stress als diesen einzugestehen. Häufig reden wir auch nicht darüber, weil wir denken „unseren Gegenüber interessiert es ja sowieso nicht“ oder „er kann es selbst ja sowieso nicht nachvollziehen“. Dadurch ziehen wir uns eventuell sogar in stressigen Situationen häufig in uns selbst zurück. Aber häufig hilft Reden darüber mehr als man denkt. Unser Gegenüber war vielleicht selbst nicht in einer solchen Stresssituation, aber kann trotzdem zuhören und vielleicht auch helfen. 

Wir müssen lernen jeden Stresspegel ernst zu nehmen und uns dabei mit Verständnis füreinander unterstützen.

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